
Die Maria Rosa aus 2015.
Eine Maria Rosa, die vermutlich nicht allzu viel mehr wie 40kg wog und ihren Körper nicht annehmen, spüren und schon gar nicht genießen konnte.
Eine Maria Rosa, die keinen Hunger mehr auf das Leben hatte, weil sie so viel Schmerz erfuhr.
Eine Maria Rosa, die in diesem tiefen schwarzen Loch entschied, ihren Weg zu gehen und damit alles veränderte.
Eine Maria Rosa, die auch glaubte, dass sie für ihren Weg alles andere aufgeben muss.
Alles geben muss. Kämpfen muss. Ja keine Schwäche zeigen darf.
Ich weiß es noch wie gestern, als ich in der Küche beim Frühstück saß- müde von der Kinderbetreuungswoche im Sommer, aber froh darüber mich ablenken zu können von den vielen Gedanken und Emotionen rund um die Trennung meines langjährigen Partners, die schwere Krankheit meiner Professorin kurz vor Studienabschluss und einigen Themen mehr in der Familie.
Ich redete mit meiner Mama über die vergangenen Monate, über das, was da war.
Ich weiß noch, dass sie mir irgendwann von einer Frau aus dem Dorf erzählte (falls du das liest- ich bin dir unheimlich dankbar für die Inspiration), die in Spanien unterwegs war. Und ich habe noch den Tonfall meiner Mama im Ohr als sie mich fragte:
„Wie, willst du jetzt auch den Jakobsweg gehen?“
Das war der Moment der Entscheidung.
Einer Entscheidung, die mich prägen sollte über mein ganzes Leben.
Es war der Moment, in dem ich mich FÜR mich entschieden hatte. Für dieses Leben hier.
Zwei Monate später saß ich im Flieger nach Pamplona.
Keine Ahnung, was auf mich zukommen würde.
Keine Ahnung, ob ich das schaffen würde.
Keine Ahnung, wo ich schlafen, gehen, sein würde.
Und doch, das tiefe Gefühl, dass das genau der richtige Weg war.
Dass es wohl ein weiter, anstrengender und intensiver Weg war, aber einer, der mich mehr zu mir brachte.
Dass es wohl ein Weg war, auf dem ich Menschen kennen lernen würde, dass ich aber auch alleine sein wollte.
Dass es wohl ein Weg war, auf dem ich vieles in Frage stellen würde, aber auch auf vieles ganz neue Antworten und ein tiefes Vertrauen finden würde.
„Neu anfangen heißt Altes loslassen.“
Camino 2015
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Wenn du spürst, dass du dir meine Begleitung auf ein Stück deines Weges wünscht, schreib mir. Wir vereinbaren einen gemeinsamen Zoom-Termin, in dem wir gemeinsam reinspüren, ob es stimmig ist für uns und welche Art der Begleitung dir gerade am meisten dient.
Von Herzen
Maria Rosa
Künstlerin und Wegbegleiterin für Frauen, die im Einklang mit sich, ihrem Körper und den Zyklen der Natur leben wollen
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